GEFAS - Gesellschaft für Arbeitssicherheit GMBH

Warum Wärmebildkameras ?
Aktuell
Wednesday, 28 May 2008 14:13

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele Neuerungen im Feuerwehrbereich haben schrittweise begonnen. Die überwiegend heute aktiven Feuerwehrleute können sich noch an die Zeit zurück erinnern, als bei den Feuerwehren Atemschutzgeräte (Pressluftatmer) gerade eingeführt wurden. Sie lagerten in Feuerwehr-Fahrzeugen oder in den Feuerwehrhäusern und wurden nur eingesetzt, wenn es unabedingt notwendig war. Heute ist eine Brandbekämpfung oder ein Chemieunfall ohne Verwendung von schwerem Atemschutz nicht mehr denkbar und daher selbstverständlich geworden.

 

 

Bis noch vor wenigen Jahren waren Wärmebildkameras bei Berufsfeuerwehren nur vereinzelt und bei Freiwilligen Feuerwehren kaum zu finden. Die Geräte waren damals schwer im Gewicht, teuer in der Anschaffung, empfindlich bei mechanischer und/oder thermischer Beanspruchung und in der Handhabung kompliziert zu bedienen. Heute werden aber bereits Produkte angeboten, welche höchste Widerstandsfähigkeit gegen Hitze, Stöße und Wasser besitzen, geringes Gewicht aufweisen und durch ein einfachen Bedienung auffallen und das in einem besonders attraktiven Preis-Leistungsverhältnis.

Feuerwehren erkennen auch heute den besonderen Nutzen der Wärmebildtechnik für ihre Einsatztätigkeit. Die bisher gemachten Erfahrungen haben auch eindeutig erwiesen, dass durch den Einsatz von Wärmebildkameras die Sicherheit der Feuerwehr-Einsatzkräfte wesentlich erhöht wird und Zivilpersonen gerettet werden können. Jüngste Studien belegen, dass die Zeit, für die Suche nach dem Brandherd sowie die anschließende Brandbekämpfung, um 50% reduziert werden kann. Durch die besseren Orientierungs-möglichkeiten bei den Löscharbeiten im verrauchtem Bereich reduziert sich auch der Wasserschaden. Bei der Suche nach vermissten und/oder verletzten Personen sind sogar Zeitverkürzungen bis zu 75% möglich.

Keine der in den letzten 100 Jahren im Feuerwehrwesen eingeführten technischen Hilfsmittel hatten im Kampf gegen das Feuer, eine so einschneidende Wirkung, wie die Wärmebildtechnik. Wärmebildkameras sind für Feuerwehren vielseitig einsetzbar.

Der Nutzen von Wärmebildkameras

bei Feuerwehreinsätzen.

Schon 1999, in der Februarausgabe des US Fire & Rescue-Magazins fasste der Herausgeber Larry Stevens die Ergebnisse einer landesweiten Studie über die Auswirkungen der Wärmebildtechnik bei Feuerwehren wie folgt zusammen. Aus ganz Amerika nahmen Feuerwehrleute mit langjähriger Erfahrung an der Studie teil. Sie mussten in 20 Minuten“ in einem brennendem Haus ein verstecktes „Opfer“ finden und wieder das brennende Haus verlassen. Dabei ergaben sich folgende Fakten:

 

Ohne Wärmebildkamera:

in 60% der Fälle konnte das Opfer nicht gefunden werden;
30% der Feuerwehrleute fanden den Weg nach draußen nicht in der vorgeschriebenen Zeit.

Mit Wärmebildkamera:

99% fanden das Opfer innerhalb des vorgegebenen Zeit;
100% konnten rechtzeitig das Haus wieder verlassen.

Die Zeit für eine komplette, erfolgreiche Suche verringerte sich daher um 75%.

Das Ergebnis der Studie zeigt, wie wichtig der Einsatz von Wärmebildkameras für Feuerwehrleute ist. Sie ist lebensrettend für die Opfer und wegweisend für die Feuerwehrleute aus einem dichtem Brandrauch.

Einsatzmöglichkeiten für Wärmebildkamera

Lagebeurteilung

Feuerwehrleute können schon von außerhalb des Gebäudes den Brandherd lokalisieren. Der Einsatzleiter kann schneller entscheiden, wie viele Einsatzkräfte benötigt werden und wie diese disponiert werden müssen, auch zur leichteren Bestimmung von Brandausbruchsstellen bei größeren Objekten.

Brandbekämpfung

Hitzestrahlung, die in dichtem Rauch verborgen bleibt, kann mit Hilfe der Wärmebildkamera schnell entdeckt werden sowie zur Bestimmung der heißesten Stellen in einem Brandraum und der damit verbundenen gezielten Brandbekämpfung dabei kann der Löscheffekt des Wasserstrahles auf den Brandherd gezielt beobachtet werden.

Suche und Rettung

Personen können schneller gefunden werden, ohne den gesamtem Raum mühevoll im dichten Rauch abtasten zu müssen. Desweiteren können Fluchtwege für die Bergung von Opfern leichter erkannt und genutzt werden. Auch eine sehr erfolgreiche Möglichkeit zum Auffinden von vermissten Personen im freien Gelände.

Einsatz von Lüftern

Zonen mit extrem hoher Hitzestrahlung können schnell und sicher geortet werden. Das gezielte Einsetzen von Ventilatoren reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Flashovers. Fenster und Türen können in dichtem Rauch schneller erkannt werden, dadurch können Gebäude belüftet werden.

Brandwache

Gebäude können innerhalb von Sekunden nach Glutnestern abgesucht werden. Dadurch reduziert sich die Zeit für die Brandwache um 75%, Gebäudeschäden werden stark minimiert.

Ausbildung

Die kabellose Fernübertragung ermöglicht die Überwachung und Aufzeichnung auf Video von Übungen. Diese Videos können mit den Auszubildenden gemeinsam besprochen werden, finden aber auch Verwendung bei zukünftigen Schulungen.

Gefahrgutstoffe

Mit Hilfe der Wärmebildkamera können Chemikalien, die auf Gewässern schwimmen, sowie Flüssigkeitsstände in Behältern entdeckt werden.

Waldbrände

Weitläufige Flächen können nach Glutnestern abgesucht werden. Fahrzeuge können bei starker Rauchentwicklung sicher gelotst werden.

Was ist beim Kauf einer Wärmebildkamera

zu beachten?

Folgende Hauptkriterien sollten Sie bei der Anschaffung Ihrer Wärmebildkamera berücksichtigen:

1. Zuverlässigkeit:

alle technischen Details sind wertlos wenn eine Kamera unter extremen Bedingungen nicht funktioniert.

2. Design und technische Merkmale:

das Gerät soll praktisch sein, ohne jeden technischen Firlefanz.

3. Kundendienst und Support:

Die Kamera ist nur ein Teil des Gesamtbildes. Achten Sie auf den Standort und die Reaktionszeit des Kundendienstes, sowie Einweisungs- und Schulungsangebote des Herstellers.

 

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